Eine kurze Chronik der Schule

1628 Erste Erwähnung der Schule in Noßdorf, ob schon als eigenes Gebäude ist fraglich. Sie wurde auf dem Kirchhof nach dem Dreißigjährigen Krieg gegründet. Übersicht

Klassenbuch
1677 Erster Schulhausneubau, beim "Aufheben" (Hebeschmaus) wurden 7 Groschen vertrunken.
1696 Neubau der abgebrannten Schule für 90 Taler (also dem Gelde nach ein ziemlich bescheidenes Gebäude)
1824 Neubau eines Schulhauses nebst Ställen und Scheune für 329 Taler.
1897 Trat die Kirchengemeinde einen Teil des alten Kirchhofes zur Erweiterung des Schulhauses ab.
1905 Schulneubau
1912 Einstellung der 1. weiblichen Lehrkraft.
1927 Bau eines neuen Schulhauses in Noßdorf. Diesem Schulhaus waren Verhandlungen vorausgegangen, die Jahrzehnte dauerten. Sie hatten 1895 zwischen dem "Patron Graf von Brühl" auf Pforten und den Vertretern der Gemeinde Noßdorf begonnen.
1945 Wurde die Noßdorfer Schule mit 2 Lehrern und 8 Klassen als Grundschule nach dem 2. Weltkrieg wiedereröffnet. Die Klassen 1 - 4 und 5 - 8 lernten in einem Raum. Lehrer waren Frau Schulz und Herr Sohn. In Forst hatte der Krieg spürbare Zeichen hinterlassen. Es herrschten Hunger und Verzweiflung. Eine Aufgabe der Schule war es, den Kindern in dieser Not zu helfen. Durch große Bemühungen der Lehrer war es möglich geworden, Roggenbrötchen zu verteilen. Oft war dieses Brötchen das einzige Frühstück der Kinder.
1948 Unterrichteten 9 Lehrer in 6 Klassen. 300 Schüler nutzten 1 Raum im alten Schulhaus und 5 Räume im vorderen Gebäude. Die Schule erhielt ein Telefon. Die Pionierorganisation Ernst Thälmann wurde gegründet.
1950 Gab es wieder die 1. Lehrbücher. Obwohl jeder Lehrer 28 Stunden in der Woche unterrichtete und einmal Weiterbildung hatte, fanden sie die Zeit, sich mit den Kindern außerhalb des Unterrichts zu beschäftigen. So gab es die Arbeitsgemeinschaften Schach, Tischtennis, Geschichte und einen Schulchor.
bis 1952 Wurde für die Kinder in der Schule gekocht. Von Kühen, die dem Rat der Stadt gehörten und bei Bauern als "Leihkühe" standen bekam die Schule Milch. Die Anzahl der Lehrer hatte sich auf 14 erhöht. Es waren meist junge Lehrer. In eine Klasse gingen 35 bis 40 Schüler.
1978 Einführung der 10-klassigen Polytechnischen Oberschule.
1980 Wurde der "Schulergänzungsbau" mit dem Essenraum gebaut. Wie so oft in der DDR war es schwierig das Material und die Technik zu besorgen z.B.: Klinkersteine oder einen Kran.
1983 Übergabe der Turnhalle.
1991 Grundschule bis 6 Klasse. Schüler aus Golda, Klinge, Dubrau und aus dem Neubaugebiet C.-A. Groeschke lernen wieder hier.
1992 Erstes Schulfest.
Baubrigade Ergänzungsbau Namensgebung Berta Hornick  Stundenplan 1902